Heilerde für die Tierapotheke zuhause

Autumn_Gras-fressenUrsprung und Herstellung
Die Heilerde hat ihren Ursprung in sehr alten Felsen, die unter dem Einfluss von Wasser, Wind und Erdbewegungen zu Staub zerrieben wurden. Der Löss wird abgebaut und zu Heilerde verarbeitet. Die Heilkraft liegt in der großen Oberfläche der einzelnen Partikel. Das macht sie extrem bindungs- und saugfähig. Auf diese Weise können Flüssigkeiten, Fette, Emulsionen und weitere Substanzen an die Tonerde gebunden werden. Je feiner die Heilerde gemahlen ist, umso größer der absorbierende Effekt.

Indikationen:
Ihren Einsatz findet die Heilerde bei Magenübersäuerung oder Durchfall. Sie bindet das Zuviel an Flüssigkeit und kann auf diese Weise den Organismus in seiner Selbstheilung unterstützen. Ebenso können im Darm vorhandene Toxine an die Tonerdepartikel gebunden und ausgeschieden werden.
Sodbrennen oder Magenübersäuerung ist bei Hunden meist am Schmatzen, Leerschlucken oder Leckanfällen zu erkennen. Auch gieriges und häufiges Grasfressen ist ein gängiges Symptom. Treten diese Symptome wiederkehrend auf, sollte die Ursache des übersäuerten Magens oder der Durchfallerkrankung abgeklärt und behandelt werden. Es braucht andere Mittel, um eine geschädigte Magen- oder Darmschleimhaut zu regenerieren. Ich empfehle dann einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker hinzu zu ziehen.

Anwendung:
1 EL bei einem 17 kg schweren Hund
Die Heilerde wird kurz vor dem Füttern unter die Mahlzeit gerührt. Wenn Sie Trockenfutter füttern, lösen Sie die Heilerde vor dem Vermengen mit Wasser auf.

Kontroindikationen:
Wird die Heilerde zu hoch dosiert oder bei falsch verstandenen Verdauungsproblemen angewendet, kann es zu Verstopfungen und im schlimmsten Fall zum Darmverschluss kommen. Ebenso können Wirkstoffe von Medikamenten gebunden werden und diese unwirksam machen. Sollte Ihr Tier regelmäßig Medikamente erhalten, fragen Sie beim nächsten Besuch in einer Tierarzt- oder Tierheilpraxis nach.

Weitere Anwendungen:
Heilerde wird auch gerne zur Umgebungsbekämpfung von Flöhen verwendet. In diesem Fall nutzen Sie die günstigere Tonerde, die Flöhe und Gelege austrocknet. Bitte arbeiten Sie mit geringen Mengen, damit ein Staub aufwirbeln vermieden wird. Die Tonpartikel sollten weder in Ihre noch in die Lunge Ihres Haustieres geraten.
Bei Verletzungen und stumpfen Prellungen kann Heilerde äußerlich als Kurpackung aufgetragen werden. Dazu rühren Sie sie mit etwas Wasser an, so dass eine lehmartige Mischung entsteht. Diese schmieren Sie direkt auf das Fell. Dort trocknet die Packung mit der Zeit aus und fällt von alleine wieder ab.

Informationsabend „Naturheilkundliche Tierapotheke“
Am Donnerstag, 28. Januar 2016 um 18.30 Uhr informiere ich über Inhalte und Anwendung einer naturheilkundlichen Tierapotheke. Das zweistündige Seminar findet in meinem Praxisraum auf der Reitanlage Putfarcken in Hamburg-Kirchwerder statt. Sie können eigene Fragen und Anliegen mitbringen. Mehr zur Veranstaltung finden Sie hinter diesem Link.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.